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Sprit aus Aktivkohlefilter

wolfpelz
  • Themenstarter
wolfpelz's Polo 86C

ach, und ich muss mal berichten:
Mein Keilrippenriemen war ja gerissen. Neue geordert und weil mein Kumpel gerade mit einem Bandscheibenvorfall kämpft konnte ich das Aufziehen nicht von einer G40-Fachkraft durchführen lassen. Bin also in die Werkstatt.
Alter Schwede.
" Das habe ich bei so einem noch nie gemacht"...!
"Das ist ja zusammengebastelt. Da sind so viel verschiedene Schraubengrößen dran. Den nehmen wir erst mal hoch"
(Den Motor habe ich übrigens letztes Jahr bei Röttele komplett neu einbaun lassen, nicht verändert, nur mit optimiert abgestimmten Steuergerät gefahren)
Glücklicherweise habe ich im Internet viel gelesen und geschaut, mir aufgeschrieben, dass lediglich drei Schrauben zu lösen sind und wie er dann gespannt werden kann.
1. Versuch war dann, die Lichtmaschine unten zu lösen. Da konnte ich nicht mehr an mich halten und meinte, dass der NUR über den Lader gespannt wird.
Dieser Einwurf wurde immerhin ernst genommen. Auch die weiteren Tipps, welche Schrauben zu lösen waren fruchtete, allerdings immer mit dem leichten Nörgeln, dass das Ganze doch zusammengschustert ist und zu eng und da muss doch der Luftfilter erst runter, damit man ran kommt und das Laderrohr schrauben wir vllt auch noch ab.
Mit viel Engelsgeduld gings aber in die richtige Richtung.
Immerhin, hat es alles in Allem geklappt. Ich konnte zumindest wieder los, auch wenn ich tagsdrauf noch mal da war, um die Riemen nachziehen zu lassen.
Da kam dann die Frage auf: Ist das überhaupt der Richtige? Nicht das der zu lang ist. Und der wäre ja recht dünn.
Ist dann ja kein Wunder, wnn der durchrutscht.
Konnte ihn dann beruhigen, dass die sich in den ersten 50km noch längen und das ok sei, wenn er nachgespnnt werden muss.
Immerhin musste ich für die zweite Aktion nicht noch mal extra zahlen.
Ich finde es schon interessant, wie wenig Jungs vom Fach ein gerade mal 30 Jahre altes Auto nicht mehr vernünftig in Stand halten können. Aber wahrscheinlich sehen die so viele unterschiedliche SAchen, dass das verloren geht.
Macht mir aber Angst. Diese Einschätzung habe ich mittlerweile auch von meinem örtlichen VW Händler, der an das Auto nicht mehr rangeht.
"Ich habe nur noch Mechatroniker, mein Meister vom Fach ist seit drei Jahren in Rente. Schauen Sie mal, obsie irgendwo einen Club ansprechen können".



Tja, so ist das halt heute, damit muss man leben, in den Fachwerkstätten.
Wenn da keine OBD Buchse dran ist zum auslesen und das Gefährt schon was älter, stehen die "Fachleute" auf dem Schlauch und wissen nicht was sie machen sollen oder wie es geht.

Thema eng, in dne neuen Autos ist im Motorraum auch kein Platz, also da tut sich nichts.
Immerhin ist beim 86C nicht alles mit irgenwelchen Plastikabdeckungen verbaut die man erst runter machen muss, um dann festzustellen das man nichts sieht und blind schrauben muss.

Unterschiedliche Schrauben, mit ein guten Knarrenkasten und ein Satz Schraubenziehern kannst fast den ganzen Polo zerlegen. Ohne Vilezahn und Torx und weiteren Spezialwerkzeug kommste bei den aktuellen Autos nicht weit.

Aber schon traurig das man den "Fachleuten" erst erklären muss wie man ein Keilriemen beim 86C wechselt.

In den Glaspalästen der großen Autohersteller wird man wohl nur sehr sher selten noch ein Fachkundigen finden, der mit 30 Jahrer alter Technik zurecht kommt und sich damit auskennt.
Da hat man eher die Chance in den kleinen Inhaber geführten freien Werkstätten noch einem zu finden der och das Wissen hat und nicht direkt aufgibt wenn keine OBD Buchse gibt.


Kann dazu auch noch ein paar Anekdoten liefern.
Hatte vor über 10 Jahren die Scheinwerfer bei meinen gegen neue getauscht.
Bei der Einstellung hatte ich mich an den alten orientiert und die nach Augenmaß gleich eingestellt mit den Stellschrauben.
Da ich keinen blenden möchte (gibt genung die mit falsch eingestellten Scheinwerfenr in der Gegend rumfahren) und die nächste Werkstatt nur ein Steinwurf entfernt ist da hin.
Zufällig eine VW Fachwerkstatt.
Kurz mein Anliegen vorgetragen und ich sollte auhc gleich rein fahren, zum Licht prüfen und einstellen.
Kam auch ein junger Bursche, etwas jünger wie mein Polo, der das erledigen sollte, schätze es war ein junger Geselle.
Er legte auch gleich los und öffnete die Motorhaube.
Und dann suchte er krampfhaft den Schlossträger nach was ab. Seine Augen musterten den Schlosträger von rechts nach links und wieder zurück.
Nach etwa 3 Minuten, wo er nciht das fandd was er suchte, sagte ich, wenn er die Einstellschrauben sucht, kann er die Motorhaube wieder zu machen, die Schrauben sind vorne neben den Scheinwerfern im Grill zu finden.

Nach dem Hinweis klappte dann das prüfen auch Problemlos.
Einschwinwerfer stand minimal zu tief und der andere war perfekt eingestellt.


Hatte mich auch schon mit einem hinter der Teiletheke in der Wolle.
Ich wollte ein paar Ersatzteile bestellen, als ich ihm dagte das es um ein Polo 86C geht, war seine Antwort, für so ein altes Auto ?
Das lohnt doch nicht mehr und ich solle das wegschmeißen und mir ein neues kaufen.

Habe den dann meine Meinung dazu gesagt, das es mein Problem wäre was ich mit dem Auto mache. Er soll seine Arbeit machen und er soll sehen das er die Teile besorgt und dann ist das gut.

Später hatte ich dann einen Teileverkäufer, wenn der mich kommen sah, schon anfing die Ersatzteilseite für den 86C auf dem Rechner zu öffnen.
Der hat echt alles probiert mir das Ersatzteil zu besorgen.
Wenn es das entfallen war, wurde bei VW Classic Parts geschaut und auch eine Bundesweite Händlerabfrage gemacht ob noch ein andere VW Händler das Teil zufällig in seinem Lager hat.
Leider hat er nach ein paar Jahren dort aufgehört zu arbeiten.

MfG



In den großen Markenautohäusern wollen die in der Regel so alte Karren nicht mehr sehen, sondern nur noch neue aktuelle Autos.
Damit läßt sich dann auch gut Geld mit verdienen, weil vieles sofort ausgetauscht wird, anstatt noch reparieren zu können .
Und in Fachwerkstätten arbeiten manchmal auch "Spezialisten" - habe ich selber schon erlebt - wurde mir echt schlecht dabei.
Bei den kleinen freien Werkstätten arbeiten meiner Erfahrung die fähigeren Leute. Da ist man im Notfall immer gut aufgehoben, obendrein noch zu moderaten Preisen!
Wobei sich die heutigen mit Elektronik randvollgestopften Karren in gut 10 Jahren wahrscheinlich größtenteils schon wieder auf dem Schrott befinden werden. Wirklich "schrauben" macht an den komplexen Karren kaum Spaß. Fängt schon beim Abmachen z.B. von Türverkleidungen an - da geht dann schon ein Teil der Halteclipse hops und im Motorraum selbst ist es viel enger als in unseren Polos. Wartungsfreundlich ist anders!

Gerade der einfache Aufbau der Polos und kaum Luxus - da kann nicht viel kaputtgehen - und wenn, dann ist es meißt genauso einfach (in der heimischen Garage) zu reparieren (für günstig Geld).
Das ist meiner Meinung nach das, was den Charme dieser Autos ausmacht!

MfG wolfi66x



wolfpelz
  • Themenstarter
wolfpelz's Polo 86C

danke für die Meinungen, fühle mich in guter Gesellschaft


Das deckt sich ja mit meinen Erfahrungen.

Das schätze ich auch an den 86C´s das sie einfach aufgebaut sind und man keine zwei linken Hände hat, die auch selber reparieren kann unf viele Eratzteile günstig und gut zu bekommen sind.

MfG


Das mit der Teileversorgung wird allerdings schon schlechter - auf dem Schrott findet man die Autos hier bei uns in BaWü mittlerweile recht selten und dann oft in schlechtem Zustand, wo kaum noch was zu gebrauchen ist.
Weil gerade auch wegen dem aus heutiger Sicht schon recht hohen Fahrzeugalter kaum noch Nachfrage vorhanden ist, stehen die Autos nicht lange, bei den meißten meiner Stammschrottis wandern die leider recht zügig in die Presse.
Bei VW und Classic Parts sind mittlerweile auch viele Teile schon entfallen....
Wird sich in Zukunft sicherlich weiter zuspitzen die Lage.

MfG wolfi66x


Was soll man dazu sagen?

Grundsätzlich sollte man als Besitzer eines 86c eigentlich selbst in der Lage sein, derartige Reparaturen durchzuführen.

Der Tausch der Doppelkeilriemen sollte selbst bei völlig Unbegabten nicht länger als 20 Minuten dauern - man muss ja nur 2 Schrauben lösen, die Keilriemen abnehmen, die neuen auflegen und das ganze wieder spannen.

Als KFZler hingegen würde ich mich schämen, wenn ich mir dabei vom Fahrzeugbesitzer helfen lassen müsste.

Aber genau das ist der Unterschied zwischen heutigen und damaligen Mechanikern - früher konntest du einem Mechaniker ein x-beliebiges Fahrzeug vor die Nase setzen, das er dann mit reiner Logik repariert hat. Heutige Mechaniker haben nie gelernt, Probleme rein auf Logik basierend zu lösen. Heute brauchst du einfach nur ein OBD und eine geführte Fehlersuche.

Dass du mit reinem Menschenverstand vermutlich viel schneller und kostengünstiger ans Ziel kommen würdest, ist nebensächlich - das zahlt ja der Kunde.


wolfpelz
  • Themenstarter
wolfpelz's Polo 86C

wohl wahr.
Mein Schatzi hatte mir auch schon auf den Weg gegeben: "Bleib ruhig, lass die machen".
Ging auch lange gut, aber wenn dann der erste Ansatz schon ganz schlecht ist.
Und ich weiß schon, dass man als "Neunmalkluger" mit Händen in der Tasche neben dem Auto stehend nicht ernst genommen wird, bzw. arrogant rüberkommt.
Nach dem Motto" Na, wenn des alles weisst, warum stehste denn hier und ich muss das machen, machs doch selbst".
Aber auch da habe ich festgestellt, wo meine Grenzen sind und bewundere die, die das so lösen. Ich habe eher zwei linke Hände, auch wenn ich aus einer Schlosserfamilie komme...
Mein Vater ist schon ganz früh an mir verzweifelt. Wir kamen am Besten dann aus, wenn ich gesagt habe was ich will und wie das werden soll. Er hats dann umgesetzt.


Denke, daß die Leute immer dümmer werden, die bekommen ja alles vorgegeben, hängen nur noch am Smartphone und web ab um alles mögliche zu verkonsumieren als mal die grauen Zellen zu bemühen - 83KW bringt es meiner Meinung nach genau auf den Punkt - die Fachkompetenz kommt heutzutage aus der Diagnosesoftware - " Querdenken" und "vernetztes Denken" ist heute nicht mehr angesaagt - bei mehreren gleichzeitig sich beeinflussenden vorhandenen Fehlern kann das im Programm Vorgegebene nicht immer die richtige Lösung sein!
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß gerade in kleinen Werkstätten, wo ältere Fahrzeuge willkommen sind, genau diese Spezies von Mechanikern und vor allem Inhabern vorhanden sind, bei denen der reine Menschenverstand nocch "an Bord" und die Diagnosesoftware (als Hilfsmittel gesehen wird) nicht das "Evangelium" ist. Und man sich obendrein auch noch einen Kopf macht, wenn es ums Finanzielle geht!
Ansonsten finde ich die Angelegenheit mit dem Riemenwechsel für eine "Fachwerkstatt" durchaus schon recht blamabel , sooo komplex ist das nicht - die will ich mal z.B. an einem älteren Benz mit 8- oder 12- Ender schrauben sehen - wäre sicherlich war fürs Fernsehen!

MfG wolfi66x

MfG wolfi66x



Zitat:

die will ich mal z.B. an einem älteren Benz mit 8- oder 12- Ender schrauben sehen - wäre sicherlich war fürs Fernsehen!

Lieber nicht, das gibt nur Bruch.


wolfpelz
  • Themenstarter
wolfpelz's Polo 86C

so, einen neuen Aktiv-Kohle-Filter habe ich.
Sollte ich dennoch vorab zunächst einen Check machen, ob etwas anderes nicht i.O. ist und was kann ich prüfen?
Pumpen laufen normal, Auto fährt normal,
hatte lediglich eben das Tropfen des Benzins vorn rechts aus dem Filter.
Und es roch im Auto nach Benzin...


An Deiner Stelle würde ich zuerst checken, ob der Tankstutzen (Zulaufrohr / Einfüllstutzen) nirgendwo eine Engstelle hat oder da irgendein Fremdkörper drin ist.
Wenn es im Auto nach Benzin riecht, kann dies von dem defekten Filter her kommen.
Tausch den erst mal. Wenn es dann im Fahrzeuginnern immer noch nach stark Benzin riecht, ist entweder die o-Ringdichtung der Vorförderpumpe zum Tank hin hops (hatte ich auch schon mal) (guckst Du [Dieser Link ist nur für Mitglieder sichtbar

  • - Pos 8) oder der Schlauch der Tankentlüftung oder die Dichtung an der Karosse dafür, der im Seitenteil hinten Beifahrerseite vom Schwerkraftventil her kommt ist irgendwo undicht (Pos. 13 u. 14 auf dem Bild von dem Link von 2-er Coupe.
    An den Schlauch kommst Du, wenn Du die hintere Seitenverkleidung abbaust. Einfach die Türdichtung an der B-Säule etwa in der Mitte etwas abziehen und unten im Fußraum die Kreuzschlitzschraube rausdrehen. Im Bereich des hinteren Domes mindestends dann noch die vorderste Schraube für die Lautsprecherhalterung (Auflage Kofferaumabdeckung) rausdrehen oder ggf. ganz abbauen. Jetzt kanst Du die Seitenverkleidung oben unterhalb der Scheibe aus der Karosse ausclipsen und abnehmen, wodurch Du nun das Schlauchzeugs überprüfend betrachten kannst.

    MfG wolfi66x


  • wolfpelz
    • Themenstarter
    wolfpelz's Polo 86C

    hinten ist nichts drin...
    keine Rückbank, keine Verkleidung, dürfte also machbar sein.
    Wie erwähnt, will ich ja komplett zerlegen, bekomme da aber noch keinen Grund rein, weil ich das nicht kann.
    Ist jetzt aber vllt schon mal nicht schlecht, wenn da nichts ist.


    Ist doch von Vorteil, dann mußt zur Überprüfung auch nix mehr abbauen um zu sehen, was da los ist!

    MfG wolfi66x


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