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Kompressionserhöhung vs. Optimierung des Quetschspaltes

k+b210
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k+b210's Polo 86C

Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich mir schon letzten Winter einen Motor für den Polo bauen, leider hat sich da unser Wohnmobil dazwischen gedrängt, dass auch Motor & Getriebe gemacht bekommen hat.
Diesen Winter versuche ich es noch einmal:

Der eigentliche Plan war, einen HK-Motor auf die Verdichtung des GK zu bringen (Kolben abdrehen, Rumpf planen, Ventiltaschen nachsetzen), das ganze sauber auszubalancieren und dann die Luftwege zu optimieren.

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Gespräch mit Bamotec. Dabei kam heraus, dass das optimieren des Quetschspaltes u.U. mehr Leistung bringt als das erhöhen der Verdichtung.
Dazu kommt, dass das Abdrehen der Kolben am Feuersteg den Motor wesentlich gegenüber Magerlauf wesentlich empfindlicher macht, sprich es muss vergaserseitig mehr getan werden, um das zu vermeiden.

Den Quetschspalt würde man ja im einfachsten Fall schon über die Dicke der Zylinderkopfdichtung anpassen können.

Wie sind da eure Erfahrungen?


Grüße,

Sebastian




Zitat:

Den Quetschspalt würde man ja im einfachsten Fall schon über die Dicke der Zylinderkopfdichtung anpassen können


Aber dann wird die Verdichtung reduziert.


Kommt drauf an, in welche Richtung man optimiert... Sehr viel weniger Quetschspalt ist kaum möglich, das müsste man individuell ausmessen. Die 6N-Metallkopfdichtung bringt etwas weniger Dicke...



Sorry hab gelesen das es eine dickere dichtung werden soll.


k+b210
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k+b210's Polo 86C

Grandpa, weißt du in welchem Bereich sich der Quetschspalt original bewegt & auf welches Maß man herunter gehen kann?
Ausmessen wollte ich auf jeden Fall, sowohl den Quetschspalt als auch das Spiel an den Ventiltaschen. Eigentlich hätte ich es an einem anderen block gemessen, aber wenn es ggfs. so knapp ist, kann ich auch an dem Block messen, der modifiziert wird.


Kann man die Dichtung vom 6N einfach verbauen, oder muss man da etwas anpassen?

Grüße,

Sebastian


Hallo
Passt zwar nicht direkt zum Thema HK Motor aber kann paar Daten/Nachdenkanstöße von den "Nachfolgern" ( Zylinderköpfe ohne "Brennraum" ) geben.
Der Quetschspalt bei diesen beträgt 0,78 mm +/- 0,20 mm ( Toleranzen von Kurbewelle,Pleuel,Kolben,Kurbelgehäuse und Kopfdichtung eingerechnet ) und trägt den Namen HCS Brennverfahren ( hohe Verdichtung und quetschen - frei übersetzt ).
Kopfdichtung wie beim HK Weichstoff und montiert 1,60 mm + 0,10 mm.Kopfdichtung 6N Metall und montiert 0,60 mm + 0,05 mm.Das heißt selbst bei max. Quetschspalt von 0,78 mm kommt es zur Kolission mit Kolben.
Jetzt sind wir beim Thema Kolben abdrehen ( was eine logische Schlussfolgerung wäre ? ).Bei jeden aufgemachten Motor ( Kopf ab ) kann man sehen das optisch ein "Spalt" zwischen Laufbuchse und Kolben erscheint was richtig ist.Der Durchmesser am Kolbenboden ist bis 0,4 mm geringer als das Zylindernennmaß ( Kolben ist konisch ).Begründet in der Materialausdehnung durch Temperatur im Brennraum,getragen/geführt wird am Kolbenhemd.So jetzt dreh mal ab und was kann passieren ( Kolbenklemmer,Kolbenringe "überhitzen" weil näher am Brennraum oder Materialermüdung bis zum Kolbenbruch,.... ).
Wie gesagt soll nur zum Nachdenken anregen und ist nicht 1:1 auf HK übertragbar.
MfG


Kolben abdrehen im wenige mm-Bereich (je nach Kolbengröße) wird seit Jahren praktiziert. Wenn mann´s nicht übertreibt funktioniert das problemlos. Habe ja Hobbymässig viel an Zweitaktern rumgebastel, auch Kolben von Fremdherstellern, die am Kolbenboden abgedreht werden mussten. Das funktionierte bisher problemlos.


k+b210
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k+b210's Polo 86C

Danke!

Ich habe heute angefangen den Motor zu zerlegen.
Rudolph: demnach wäre ein Quetschspalt von 0,58mm noch im Rahmen der Toleranz.
Was denkst du ist das Minimum, was man fahren kann? Der spalt muss ja 'nur' die Wärmeausdehnung ausgleichen.
Der Motor soll alltagstauglich bleiben, evtl. etwas weniger oszillierende Masse haben, etwas höher drehen können, aber nicht übermäßig.


Die Muldenkolben beim 86C haben mit 11,4mm einen derart langen Feuersteg, dass man davon durchaus 2...3mm wegnehmen kann. Den Kolbenboden würde ich so lassen.

Grandpa:
Haben die 6N Kopfdichtungen nicht einen anderen Zylinderdurchmesser?

OT: Wisst ihr zufällig ob die Winkel zwischen Ventil & Kolben beim Schlepphebel & beim Hydromotor identisch sind?


Hallo
Ich mach nochmal darauf aufmerksam das meine Angaben/Zahlen sich auf 86C "Tassenstößelmotore" beziehen.Ein Quetschspalt gegen 0 würde zur Folge haben das "Dieselmotorprinzip" noch mehr erhitzte Luft ( Luftpumpe oder Kompressor wird auch warm ) und somit kann Glühzündung/Vorentflammung auftreten ( das kann ist natürlich auch von anderen Faktoren abhängig - Quetschspaltfläche,Brennrauform,Gemischbildung,Zündung,..).
MfG



k+b210
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k+b210's Polo 86C

Rudolph, das lässt sich ja nachrechnen, wie hoch die Verdichtung am Ende ist.
Viel höher als die Serienverdichtung des GK werde ich nicht gehen. Die Muldenkolben haben, ja nach Kolben etwa 30cm³ Muldenvolumen. Selbst bei einem Quetschspalt von Null gibt das bestimmt noch keine Glühzündung.

Mir wäre es eher wichtig zu verstehen wie viel Quetschspalt man benötigt um die Kolbenausdehhnung bei längerer Vollast und eventuell auftretende 'elastische' Verformungen von Kolben und Pleul zu kompensieren, ohne dass der Kolben am Kopf anschlägt.

Ich denke die Toleranzen würden dann gleichermaßen für die Ventiltaschen gelten.


Im 2-T Bereich sind Quetschspalten von um die 1mm bis 0,5mm üblich, je nach Hubraum und Quetschfäche. Zudem soll die Quetschkante Richtung Brennraum / Mulde 1 - 3 Grad aufgehen


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Danke!

Mein Block hat einen Kolbenüberstand von 0,6mm (+/-0,07mm).
Das wäre ein Quetschspalt von 1mm. Ich würde mal 0,5...0,6mm anpeilen.
0,5mm weniger Quetschspalt würde 2,2cm³ weniger Brennraumvolumen entsprechen.

Der Unterschied im Brennraumvolumen von HK zu GK beträgt auch nur 4,4cm³, damit wäre allein der verkleinerte Quetschspalt die halbe Miete.


Grüße,

Sebastian


hallo

bei dem hohen feuersteg seh ich keine probleme durch abdrehen , gab/gibt ja durchaus "mixmotoren" 1300er kolben mit 1400er dieselwelle

die quetschkannte soll ja das gemisch in die mulde schieben um an der kerze das brennbare gemisch zu haben

so müsste diese randzone ansich dadurch kühler bleiben wie ohne / zu grosser quetschkante

bei 2 taktern wird der einzug der kolben oben zwar teilweise nachgearbeitet aber ein 2takt hat die doppelte anzahl an verbrennung auf dem zylinder und das abgas geht auch noch direkt über den kolben in dan auslass

da ist die thermische last anders , von luftkühlung mal garnicht zu sprechen die das ganze noch mal verschlechtert

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Die 1...3° welche man da teilweise den Quetschspalt anschrägt würde ich auf meine Drehbank nicht sauber hin bekommen. Ich denke da bin ich mit meinem 'Kellertuning' insgesamt sowieso viel zu ungenau, als das es das jetzt rausreißen wird.

Ab kommender Woche habe ich etwas mehr Zeit. Da werde ich mich weiter vorarbeiten, z.B. mal abschätzen in wie weit ich mit meinen Ventiltaschen gehen muss...

Grüße,

Sebastian


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Heute habe ich etwas am Block gemessen:

Zwischen den geöffneten Ventilen und den bisherigen Ventiltaschen sind bei der GK Welle 2,2...2,5mm Platz.
Wenn ich die Ventilsitze nach außen lege kommen die Ventile nochmals um ca. 0,5mm nach oben.

Theoretisch müsste ich an den abgedrehten Kolben fast tieferen Ventiltaschen fräsen.
Wie sieht das in der Realität aus? Wie sehr prellen die Ventile, bzw. wie viel Luft zwischen Ventil und Kolbenboden sollte ich lassen damit auch im dynamischen Fall kein Ventil Kontakt mit dem Kolben hat?
Im Nachbarforum spricht man von 0,8 bis 1mm was zwischen Kolben und Ventil noch sein sollte. Könnt ihr das bestätigen?

Grüße,

Sebastian


hallo

ich kenn das auch so mit 1 mm luft

die 0,5 mm 1400er 16v kopfdichtungen haben knapp 78 mm bohrung durchmesser

Mfg Kai


k+b210
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k+b210's Polo 86C

Moin,

heute habe ich mit einem Motorenbauer über das Abfräsen des Blocks gesprochen.
Es ist nicht klar, ob wir nach dem Abfräsen von 2,7mm den Lichmaschinenhalter noch montiert bekommen, selbst, wenn wir den Teil mit der Motornummer stehen lassen.

Eine Alternative wären längere Pleul.
Andere Kolben wird schwierig, da es mittlerweile die GK Kolben weder im Grundmaß, noch im Übermaß zu kaufen gibt.
Gibt es im VW Regal (oder auch bei anderen Herstellern)?

Grüße,

Sebastian


War es gut?....


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Der Motorenbauer wollte meinem kreativen Ansatz nicht ganz folgen.

Einerseits kann ich es verstehen, da das ganze mit einem gewissen Risiko behaftet ist & sie nicht diejenigen sein wollen, die den Block bearbeitet haben, der am ende nicht richtig läuft....

Andererseits ist das abfräsen auch einiges an Aufwand.
Ich denke ich werde mir einen übrigen Block nehmen und selbst probieren in wie weit der Lichtmaschinenhalter danach noch stabil ist.

Grüße,

Sebastian


hallo

block abplanen war doch aber beim HH ganz normal ?

kolben > NZ oder 3F geht alternativ auch

Mfg Kai


2,7 MM ist aber schon nen Stück.


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Die NZ Kolben sind die gleichen wie im HK.
3F und GK müssten ebenfalls die gleichen Kolben haben. Die gibt es nicht mehr zu kaufen.
Ich glaube Klint Customs hatte sich damals die letzten beiden Sätze GK Kolben im Grundmaß gekauft, Übermaß war auch da schon nicht mehr erhältlich.

Eigentlich ist ja mein Plan die bearbeiten originalen Kolben wieder an der gleichen Position in den geplanten & flexgehohnten Block zu setzen.
Mit 2.7mm bekommen wir den Quetschspalt auf 0,5..0,6mm und die Verdichtung in den Bereich wie beim GK.


hallo

3F ist nicht gleich wie GK , denn der 3F ist nur 10:1 verdichtet

man kann die orginalen kolben auch retten wenn sie zu sehr eingelaufen sind , gibt da die möglichkeit der beschichtung

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Ok, ich dachte der 3f & der GK waren gleich.
Da ich bisher keine Daten zum Muldenvolumen beim GK hatte, hab ich mich am 3F orientiert.

Weißt du zufällig wie groß die Mulde beim GK ist?

Die Hemden wollte ich sowieso mit MoS2 beschichten. Da lassen sich bis zu 2/10 aufbringen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, läuft die Gleitschicht dann auf das Maß der Bohrung ein, so dass es am Ende passt.

Ich habe heute noch einen anderen Motorenbauer gefunden.
Der würde mir die Buchsen auch nachhohnen, ggfs. mit 1...2/100 über dem Sollmaß, halt so dass es am Ende wieder eine saubere Oberfläche ergibt.
Fräsen/Schleifen würde der auch, allerdings bei 2.7mm mit recht hohem Aufwand. Ich schau nochmal beim Maschinenbauer ein paar Orte weiter, evtl. ist das für die einfacher zu realisieren.

Gruß,

Sebastian


hallo

schau das bild an


Polo_Heron-Kolben.jp
Polo_Heron-Kolben.jp

k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Danke!

Ich hab heute früh noch ein bisschen gerechnet.
Wahrscheinlich kommen wir nur etwas über die 10:1.
Um die HK Kolben auf 11:1 zu bringen müssten am Block etwa 3.6mm weg. Das würde wahrscheinlich zu krass werden.

Die 3F Kolben wären eine gute Basis....aber halt auch ~500EUR Extrakosten für das Bastelprojekt.


hallo

ja , das heronkopfsystem macht`s da nicht einfacher

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Jep.

Vorhin habe ich mir nochmal einen Kolben zur Probe abgedreht.
Mit 2.2mm Abdrehen kommt man auf ein Muldenvolumen von 25ml.
Bei 2ml für die Ventiltaschen ist dann immer noch eine 11:1er Verdichtung drin.
Ohne Ventiltaschen wäre das etwa 11,5:1.

..Es ist also machbar.
Ich muss nur noch sehen, dass ich den Kolben besser spanne. Momentan habe ich einen fehler in der Höhe von ~1,5/10. wenn ich den halbiert bekomme & den höchsten Punkt ggfs. noch auf die Druckseite legen kann, sollte das auf jeden Fall passen....wenn nicht, wird es auch so laufen.

Bei 4 Sätzen Kolben hab ich da zum Glück mittlerweile genug Material zum Üben


hallo

wenn du in dem bereich von nen serien GK kommst reicht das eigendlich auch schon , die kanten alle etwas "brechen" / abrunden > reduziert hitzenester und damit klingelneigung

allzu scharf wird deine nockenwelle so oder so nicht sein betreff steuerzeiten und auch wegen dem zentralen vergaser

an der füllung kann man noch hand anlegen > sitze + ventile aber das wird dir bekannt sein

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Danke!
Bisher habe ich meine 'Versuchskolben' nur entgratet.
Was meinst du, wären sinnvolle Radien 0,5...1mm?
Die Ventiltaschen werden auch nur so klein, wie nötig. Ich denke 1mm Freigang sollte da genügen. (original sind es 2,2...2,5mm)

Den Kopf will ich etwas bearbeiten. Die Engstellen an den Kanälen kommen auf jeden Fall weg, sowie alle möglichen Kanten, wo ein Strömungsabriss entstehen kann. Vielleicht gibt es auch ein Golfballmuster an den kritischen Radien.
Wie weit die Kanäle an sich erweitert werden, weiß ich noch nicht.

Ich hatte auch schon überlegt Ventile mit dünneren Schäften zu verbauen, aber der Aufwand die passenden Ventil zu finden ist mir zu groß. 1mm Ventilschaft wären ca. 4...5% weniger Behinderung im Durchfluss. Wahrscheinlich bleiben die Ventile an sich original, nur die Kanten an den Ventiltellern werden etwas bearbeitet. Nachdem ich jetzt zwei Köpfe mit Stegriss hatte, bin ich froh, wenn die Sitzringe nicht heraus müssen.
Die Sitze selbst lege ich nach außen. Dafür habe ich mir einen indischen Ventilsitzfräser 'gegönnt'

Als Nockenwelle kommt die Serien GK Welle rein.
Wahrscheinlich wird es auch wieder der GK Vergaser, aber das zeigt sich später beim Abstimmen, ob die Lufttrichter passen. Die fest verbauten Düsen kann ich ja auch alle mit der Reibahle optimieren

Kolben & Pleul kommen auf jeden Fall noch einmal auf die Waage. Vielleicht wird das Schwungrad auch noch etwas erleichtert.
An der Kurbelwelle habe ich es jetzt leider verpasst die Ölbohrungen zu bearbeiten, bevor die Welle zum Waschen gegangen ist.
An der Abgasanlage werde ich mich auch noch um die eine oder andere Engstelle kümmern müssen. Da hat sich letzte Saison schon gezeigt, dass der MSD & der ESD etwas limitieren.

Gruß,

Sebastian


Bedenke,wenn Du den Block "abhobelst", ob Du den Zahnriemen noch gespannt bekommst.


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Das wird sich zeigen. evtl. brauch eich einen Zahnriemen mit einem zahn weniger.
Alternativ muss ich auf der Zugseite eine zusätzliche Umlenkrolle anbringen.

Aber danke!
Neulich hatte ein Motorenbauer zu mir gemeint, dass der Block an der Stelle zu dünn ist um ein Gewinde in die Seitenwand neben dem Zahnriemen zu schneiden. Das werde ich morgen einfach mal probieren...ich hab ja noch einen Schrottblock liegen.


hallo

Zitat:

Was meinst du, wären sinnvolle Radien 0,5...1mm?


ja , sollte passen

solang du die kanäle nicht unnötig groß machst geht das auch , du glättest ja nur grösstenteils

nockenwelle kannst ja nach der einen 280er ausschau halten die gibt´s immer mal second hand


die 8 mm schäfte könnte man zumindest im kanalbereich etwas abdrehen , aber wie sich das auf die festigkeit aus wirkt hab ich null ahnung von

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Nachdem ich mit zwei Motorenbauern gesprochen hatte, war ich heute beim Metallbauer.
Dort bekomme ich jetzt drei Blöcke für einen Hunderter abgefräst.

Vorhin habe ich auch mal einen Kanal mit Alginat abgeformt und festgestellt, dass der Kanal vom Querschnitt her mittlerweile ziemlich gleichmäßig ist (abgesehen von der Verengung durch den Ventilschaft).

Was wäre die günstigere Kanalform, ein gleicher Querschnitt über die ganze Länge oder ist eine leichte Trichterform sinnvoller?

Grüße,

Sebastian


hallo

optimal wäre ein lang zulaufender trichter , aber die umsetzbarkeit ?

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Eine leichte Trichterform sollte sich im Kopf realisieren lassen.

Am Ansaugkrümmer wird das sicher nicht ohne Weiteres gehen.
Aber da muss ich mir sowieso noch Gedanken machen wie ich den Krümmer überhaupt bearbeitet bekomme.


hallo

solang du am zentralen vergaser fest hällst halte ich ventile + sitze für relevant + die kantenfreie passung von dan kanälen im kopf zur brücke als ausreichend

maximal noch diverse grate im kanal glätten

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Ja, eigentlich soll der 2E3 drauf bleiben, in der Bedüsung wahrscheinlich etwas angepasst.

Da es auch richtig viel arbeit ist, die Kanäle im Ansaugkrümmer ordentlich zu weiten & man kaum GK Krümmer findet, hab ich mal geschaut was alternativ passen würde.
Dabei bin ich auf den Krümmer vom AEE gestoßen.
Ich denke ich werde mir mal einen kaufen um zu schauen in wie weit der passt.
Im Hinblick auf die fehlende Kühlwasserdurchströmung muss ich mir dann halt etwas Gedanken machen.

Gruß,

Sebastian


hallo

AEE ?

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Ja, AEE 1.6 75PS 8Ventiler aus dem Golf 3.
In wie weit da der 2E3 drauf geht müsste ich prüfen.
Die Krümmer gibt es gebraucht recht günstig.


hallo

äähhhm ich vermute du meinst eher AEA / ABU

der AEE ist kein zentraleinspritzer

um diese brücken zu verbauen brauchst aber ne adapterplatte weil da das lochbild geändert wurde

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Einen Adapter für den Vergaser zu bauen ist kein Problem, so lange der Krümmer an den Zylinderkopf passt. Der Durchlass an der Drosselklappe wäre mir in dem Fall sowieso zu klein.
Das das Teil aus Kunststoff ist, kann man da auch was ankleben/anschweisen.

Ich will erst einmal sehen, ob der 2E3 von der Größe her zwischen die Ansaugkanäle passt.


hallo

okay , wenn du von einer plastebrücke redest ist es AEE , flanschbild zum kopf ist auf jeden fall anders , aber nicht soo viel

wenn der 2e3 nicht da drauf passt kann man da auch über einen einzellvergaser nachdenken , nen 40er fallstrom , da findet sich sicher was

bin gespannt !

Mfg Kai


k+b210
  • Themenstarter
k+b210's Polo 86C

Danke!

Wenn das Flanschbild zum Kopf nicht passt, macht die Sache doch keinen Sinn.


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  • k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Hast du die Platten selbst gebaut?


    hallo

    nöö , ist ein bild was im netz zu finden ist , aber das ist andersrum AEE kopf mit 3f/nz brücke
    [Dieser Link ist nur für Mitglieder sichtbar



  • Mfg Kai


  • Stimmen die Löcher auf dem Bild so zur ABU/AEA-Brücke?

    Wenn man die Dichtungen übereinander legt, kollidieren die Bohrungen miteinander, d.h. die Schrauben würden sich ins Gehege kommen mit Gewinde.


    Hallo
    Ist ja ganz schön ausgeweitet das Thema.Es kann jeder machen was er will und technisch ist fast alles möglich.Hat schon mal einer darüber nachgedacht wo Gemischbildung ( Kraftstoff und Luft mischen sich im Idealfall zum homogenen Gemisch ) passiert.Ein AEE Saugrohr ist für Einspritzung ausgelegt ( Gemischbildung kurz vor Einlassventil ) und Vergaser drauf ( Gemischbildung nach Drosselklappe ).Da geht es erstmal durch einen ca. 2 Litervolumemgroßen Sammler und dann in 420 mm lange Saugrohre.Schaut euch Vergaser/Monomot Saugrohre an und Einspritzer aber beachtet meinen zweiten Satz ich will niemanden etwas ausreden.
    Viel Spaß beim abstimmen ( Sommer,Winter ) und Fahrverhalten ( z.B. "ansprechen" Motor bei plötzlicher Vollast ).
    MfG


    Es gibt sowohl von den 1,4er und 1,6er Saugrohre, welche serienmässig mit Monospritze betrieben werden.


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Der Polo wird nie im Winter laufen. Das lange Rohr war eine Idee um das mühsame Weiten des Ansaugkrümmers zu umgehen. Gegen die Rohrlänge hätte ich nichts, in dem langen Rohr kann die Gemischbildung sicher gut vonstatten gehen.

    Das grundlegende Design der 'alten' Ansaugkrümmer stammt sicher noch aus den 70ern. Ich denke da war es einfach noch kein Thema solche gewundenen Saugrohre in Serie zu verbauen. Dazu war es so gar nicht hip einen Motor zu haben, der einen Drehmomentverlauf hat, wie ein Trecker....damals musste ein Motor drehen

    Rudolph,
    da das Flanschbild nicht passt, werde ich den Aufwand wahrscheinlich auch nicht treiben, da stelle ich mich lieber 2...3 Tage mit Geradschleifer & Dremel hin und weite meinen HK Ansaugkrümmer.

    Grüße,

    Sebastian


    hallo

    zu der thematik an welcher position der sprit in die luft eingemischt wird gibt es auch unterschiedliche ansätze , wenn der sprit weit durch nen kanal gehehn muss hat das nen zeitlichen vorteil zum vermischen

    ausserdem endzieht der eingenebelte sprit der luft dabei auch noch etwas temperatur , kalte luft hat höhere dichte damit bessere füllung

    aber der effekt ist nicht allzugroß denk ich , aber wenn es um die letzten prozent maxleistung geht hilft sowas auch

    Mfg Kai


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Kai, du bringst mich auf eine Idee:

    Die Vorwärmung im Ansaugkrümmer über das Kühlwasser könnte man mit einem Thermostat versehen. Das sollte den thermischen Wirkungsgrad im warmen Zustand etwas erhöhen.

    Abgesehen davon werde ich die Wasserkanäle sowieso so sauber machen, wie es geht um möglichst viel Wärme übers Kühlwasser abführen zu können.

    Die übrigen beiden Blöcke sind heute auch zum Metallbauer gegangen. Man hat richtig gesehen, dass sie dort Spaß daran haben mal was anders zu machen


    Die Kanäle im Kopf habe ich gestern soweit fertig geschliffen. Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich in den strömungskritischen Bereichen noch ein Golfballmuster fräse. Das ist halt ne Menge Arbeit....


    Viele Grüße,

    Sebastian


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin,

    die Kolben sind um 2,2mm abgedreht, Muldenvolumen 2x25,4ml 1x25,45ml und 1x25,5ml (ohne Ventiltaschen)

    Die Motorblöcke sind auch um 2,7mm abgefräst. Hier hat der Metallbauer sehr genau gearbeitet.
    Wenn ich heute Abend dazu komme, stelle ich noch ein Bild ein.

    Grüße,

    Sebastian


    kolben.jpg
    kolben.jpg

    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    ..hier die Bilder.

    Auch wenn es auf den Bildern nicht rüber kommt, mit dem Fingernagel merkt man keinerlei Höhenunterschied. Das sind sicher weniger als 5µm. Original waren die Blöcke definitiv ungenauer gearbeitet.

    Block Nr.3 schaut genauso aus.


    NZ_Block.jpg
    NZ_Block.jpg
    HK_block.jpg
    HK_block.jpg

    Mit welcher Maschine wurden die geplant?
    Ich kenn das nur mit der Mascihne wo auch Köpfe gepant werden, das sieht aber eher gefräst aus?


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Die Blöcke wurden gefräst.
    Ich denke es war ein Bearbeitungszentrum von Deckel Maho, bin mir aber nicht sicher was genau...


    Hallo
    Hast Du auch Rauhigkeitswerte vorgegeben oder 0815.
    MfG


    Zitat:

    Ich kenn das nur mit der Mascihne wo auch Köpfe gepant werden, das sieht aber eher gefräst aus?


    kommt auf das werkzeug an was da in der maschiene eingesetzt wurde

    da gibt`s ja auch verschiedene schneiden

    Mfg Kai


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Rudolph, nö, hab ich nicht.
    Der Mann versteht sein Handwerk.

    Die Oberfläche ist zumindest glatter als im Original.


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin,

    in der letzten Zeit ging es leider nicht so voran, wie ich mir das gewünscht hätte..

    Am vergangenen Wochenende habe ich es nach mehreren Versuchen endlich einen Wegg gefunden Ventiltaschen in die Kolben zu schneiden:

    Erst hatte ich versucht mir Ventile zu einschneidigen Fräsern umzuschleifen. Das ging zwar, allerdings hackt man mit den Fräsern sehr schnell ecken in die Kolben, wenn man das frei Hand schneiden will.
    Variante zwei, Ventile mit Sandpapier zu beziehen, ist auch machbar, scheiterte aber daran, dass man das heraus geschliffene Alu schlecht aus dem Schleifpapier bekommt und Taschen nicht ganz gerade wurden.

    Jetzt habe ich meinen indischen Ventilsitzfräser einfach anders herum in den modifizierten Kopf gesteckt und eine Muffe als Anschlag auf den Führungsdorn geklemmt. Glücklicherweise sind in dem Satz zwei passende Fräser.

    Im Ersten Versuch war die Schaftführung in dem modifizierten Kopf noch etwas zu ungenau.
    Auf dem Bild sieht man noch gut, wie der Fräser beim Einlass gerattert hat.

    Das habe ich jetzt mit anderen Schaftführungen gefixt... so sollte es passen


    fräser_taschen.jpg
    fräser_taschen.jpg
    test-taschen.jpg
    test-taschen.jpg

    hallo

    auf jedenfall interessant

    Mfg Kai


    Für Homemade gar ncht übel. Ds passende billige Werkzeug und die Durchfürhbarkeit zu finden ist gar nicht einfach; da hast meinen Respekt. Danach noch alle mit Dremel oder Hand etwas verfeinern und gut ist´s.


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Danke!
    Den Fräser hatte ich mir vorher schon geholt, da mir das Profiwerkzeug mit Abstand zu teuer war...und in Indien fahren die Autos ja auch

    Zwei der Fräser haben zufällig gepasst.

    Hab gestern Abend die Taschen für alle vier Kolben 'vorgeschnitten'.
    Eine Tasche ist wahrscheinlich etwas tief geworden, aber ich werde die Mulden sowieso noch einmal auslitern. Da ist es nicht ganz so schlimm.

    Heute habe ich erst einmal bei meinem Alltagsmotor den Kopf abgenommen...da war sogar noch die originale Kopfdichtung von 1984 drauf...


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Die Kolben sind ausgelitert und fein bearbeitet.
    Jetzt haben alle ein Muldenvolumen von 26,6ml.
    Rein rechnerisch ergibt sich eine Verdichtung von 11,57:1

    Grüße,

    Sebastian


    Hallo
    Ich komm auch auf 11,64 : 1 aber mit welchen Werten ( Bohrung 75,00 oder 75,03 ) man rechnet.Klasse Arbeit und das Ventiltaschen fräsen aus Schweden ( Volvo Schrauber ) abgeschaut und praktiziert.
    MfG


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin,
    Danke!
    Ich hab mit 75,00 gerechnet, allerdings außer Acht gelassen, dass die Kopfdichtung in Durchmesser etwas größer ist.
    Im nächsten Schritt können wir die Kolbenhemden beschichten.
    Dazu habe ich eine Mustermenge vom Molykote D7409 +7415 bestellt. das sollte sich im Backofen aushärten lassen.

    Grüße,

    Sebastian


    Hallo
    Muss nochmal anfragen weil ich gerade nochmal Deine obigen Bilder gesehen habe.Modifikation also : Brennraum im Kolben ( 26,6 ccm ) und "Heronkopf" ( Kopf ohne "Brennraum" wie NZ,3F,AAV,PY ) oder diente der Kopf nur zum fräsen ?
    MfG


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin,
    der zerstückelte Kopf zum Schneiden der Ventiltaschen stammt von einem NZ.
    Das ist nur noch der Teil für einen Zylinder. In der Horizontalen habe ich ihn auch etwas beschnitten, so dass die Köpfe der Zylinderkopfschrauben und die Schaftführung frei stehen.


    Da habe ich die Sitzringe entfernt und etwas Platz für den Fräser geschaffen.
    Auf den Motor bzw. die Motoren kommen wieder die normalen Poloköpfe, ohne Brennraum.


    Kopf_Ventiltaschen.j
    Kopf_Ventiltaschen.j

    Hallo
    Danke für die Ausführliche Antwort.Aber da habe ich mich doch nicht verschrieben mit meiner Korrektur vor 4 Tagen ( von 10,64 auf 11,64 ).
    Meiner Berechnungsgrundlage unterliegen folgende "Abmessung".
    Zylinderhubraum 318,3 ccm ( Bohrung 75,03 Hub 72,0 )
    Muldenvolumen 26,6 ccm ( deine Angaben )
    Quetschspaltvolumen 3,6 ccm ( Spalt Nullmass 0,78 Kopfdichtung 7,65 )
    "Brennraum" 2,8 ccm ( Kerzen und Ventileinzug )
    ergibt 33,0 ccm Verdichtungsraum plus 318,3 ccm durch 33 = 10,64 ?
    MfG


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    In meiner Rechnung bin ich vom 3F ausgegangen & habe basiert auf der 10:1er Verdichtung ein Gesamtvolumen von 31,8ml angenommen minus Mulde (28,7) ergibt sich ein Restvolumen von 3,1 (Quetschspalt + 'Brennraum').

    Bei abgedrehten Kolben komme ich mit dem Restvolumen auf lediglich 0,89ml.
    Stimmt...eigentlich ist das unrealistisch klein.


    Gruß,

    Sebastian


    Hallo
    Ja rückwärtsrechnen auch interessant.Da stimmt wahrscheinlich meine Verdichtungsformel nicht und muss nochmal nachschlagen.Ich rechne nach Verdichtung = Hubraum ( eines Zylinders ) plus Brennraum/Verdichtungsraum durch Brennraum/Verdichtungsraum.Das wäre beim 3F von Dir rückwärts 318 + 31,8 / 31,8 = 11 zu 1 ( GK ? - 3F sollte original 35,2 ccm ).
    Ich möchte das Thema auch nicht ausweiten und eventuell nur noch eine interessant Bitte wenn möglich - wenn die Motörchen fertig sind eventuell komplett im montierten Zustand auslitern und hier was reinsetzten und dafür schon Dank im voraus.
    eom
    Schönes WE


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Ich schau mal, dass ich dran denke am Ende noch einmal auszulitern.

    Heute habe ich erst einmal die beschichteten Kolben 'gebacken'.
    Wir hatten die Kolben am Wochenende auf der Drehbank mit dem MoS2 Gleitlack lackiert.


    Kolben_lackiert.jpg
    Kolben_lackiert.jpg

    hallo

    da hast ja gut was da liegen an kolben

    Mfg Kai


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Das sind doch bloß 3 Sätze...vielleicht wird es ja ein V12


    Von wem ist denn dieser Graphitlack?

    Und wenn dem so ist, wie ich das kenne, kann man eigentlich nicht zu dick auftragen, weil alles was zu dick ist wieder runter gerieben wird. Gibts ne Angabe wie lange der überhaupt dran halten soll?


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Das ist ein Molykote 7409.
    So wie ich das verstanden habe reibt sich das ab, was zu viel ist.
    Normalerweise wird sowas ja siebgedruckt. Wir haben es einfach mit der 1.7er Düse dünn lackiert.
    Über die Standfestigkeit habe ich nichts gefunden, was sich mit der Anwendung im Motor vergleichen lässt. Prinzipiell sollte der aber für die Belastung und Temperaturen geeignet sein.
    Scheierlein bietet auch einen Molykote als Beschichtung an...allerdings verraten sie nicht welche Type.

    Gruß,

    Sebastian


    Ich kenn das von dem: [Dieser Link ist nur für Mitglieder sichtbar


  • wird auch auflackiert und ausgehärtet, geht bis zu 2/10mm


  • k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin, wie in dem anderen Thread schon beschrieben, sind die Kolben jetzt drin.

    Ich habe gerade mal den Kolbenüberstand nachgemessen & komme auf 1,36mm
    Was meint ihr, kann man sich trauen, das noch mit der Serien ZKD von (ungepresst) 1,75mm zu fahren?

    Wenn ja, ist das sicher recht knapp

    Grüße,

    Sebastian


    Hallo
    Serienzylinderkopfdichtung ( Weichstoff von VW ) hat im gepressten/montierten Zustand laut Vorschrift 1,60 plus 0,10 mm ( beachte es gibt keine minus Toleranz ).Dein Motor geht vielleicht wie ein Dieselmotor - Glühzündung - aber Du bist sowieso experimentierfreudig der Umwelt zuliebe ( finde ich ok ) - montieren , fahren und mal berichten nicht immer nur Theorie .
    MfG


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Hi,
    die Verdichtung würde nicht über 12:1 gehen. Ich denke da bekomme ich keine Glühzündung.
    Aber 0,24mm Quetschspalt ist bei einer angepeilten Lambda 1,1 wahrscheinlich wirklich zu weinig. Die werte sind ja kalt gemessen & unter Last würde es ja nochmals um einiges weniger werden.
    Ich werde die Kolben wohl nochmals ziehen & schauen, dass ich sie sauber auf die Drehbank gespannt bekomme...und dann nochmal 2..3/10 wegnehmen.


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    ..Hab die Kolben kurzerhand wieder gezogen & auf die Drehbank gespannt.
    Jetzt sind sie alle 0,2mm kürzer.

    Damit sollte es passen.


    Schöne Dokumentation, bin gespannt wie das Ganze weiter geht. Ich möchte mir auch noch ein Motor bauen als Dreher hab ich da alle Möglichkeiten.


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin,

    Der Motor ist mittlerweile zusammen.
    Gestern kam noch der kurze Zahnriemen vom Lancia Gamma.
    Dann habe ich noch recht lange an den Steuerzeiten gestellt, bis die so einigermaßen gepasst haben. Beim verstellen habe ich gemerkt, dass man die Nockenwelle noch fast einen Zahn versetzen kann, ohne dass die Ventile kollidieren.

    Den Motor habe ich vorhin reingehangen.
    Die Tage kommen noch die 'Kleinarbeiten'.

    Am ende ist das Projekt zwar nicht mehr billig, so wie ich es ursprünglich geplant hatte, aber es muss ja auch Spaß machen.

    Sonst habe ich hier auch noch ein bisschen was dazu geschrieben.
    https://www.polotreff.de/forum/t/250304

    Gruß,

    Sebastian


    k+b210
    • Themenstarter
    k+b210's Polo 86C

    Moin,

    wie schon hier https://www.polotreff.de/forum/t/250304
    beschrieben, der Motor läuft, schön ruhig & gleichmäßig.

    Auf den ersten Blick würde ich sagen, das Experiment hat geklappt.

    Mal sehen, wie sich der Motor verhält, wenn er einigermaßen eingefahren ist & der Vergaser sauber eingestellt ist. In der Einfahrphase will ich noch etwas vorsichtiger sein & den Motor (noch) nicht mit einer Lambda 1,1 ärgern....


    Leider habe ich es versäumt nach dem zweiten Abdrehen der Kolben nochmals auszulitern.
    Nach meinen Berechnungen + Abschätzungen müsste die Verdichtung jetzt bei ~11,2:1 liegen. Da bei dem Block die Kolben etwas höher stehen, ist mit dem Abdrehen das Muldenvolumen um ~0,4ml kleiner geworden, was, bei gleichem Quetschspalt, eine 11,7:1 bedeutet hätte. Leider stehen die Einlassventile aber 2/10 weiter zurück, so das dies wiederum etwas Verdichtung kostet....



    Grüße,

    Sebastian


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