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Bodenfreiheit AP Fahrwerk 60/50

philipp.hoeff
  • Themenstarter
philipp.hoeff's Polo 86C

Hallo zusammen,

ich restauriere gerade einen Derby 1 von 1978 und bin gerade dabei ein passendes Fahrwerk zu finden. Bin am überlegen das 60/50 AP Fahrwerk zu verbauen jedoch stellt sich die Frage ob ich mit diesem Fahrwerk die benötigte Bodenfreiheit von 11cm, bei mir in Österreich, einhalten kann.

Hat von euch jemand dieses Fahrwerk verbaut oder damit Erfahrung und könnte mir die Bodenfreiheit bekannt geben?

Vielen Dank schonmal im Voraus!



Sollte es weniger sein, kann man es doch nachträglich (sehr wahrscheinlich dann vorn) wieder hoch bekommen. Bin jetzt nicht der Spezialist, aber ich meine über die Domlager geht es . War mal bei mir Thema wegen unterer Lichtaustrittskante.


Sollte es weniger sein, kann man es doch nachträglich (sehr wahrscheinlich dann vorn) wieder hoch bekommen. Bin jetzt nicht der Spezialist, aber ich meine über die Domlager geht es . War mal bei mir Thema wegen unterer Lichtaustrittskante.



Laut meinen Unterlagen sollen vorn Golf3-Federteller (191412341 - der ersten Baujahre) den Polo wieder 15mm höher bekommen. Es gibt aber auch entsprechende Höherlegungssätze. Sollte es Probleme geben.

Mein Eindruck war bisher, dass man in Österreich diesbezüglich noch genauer hinsieht, wie in D. Daher wäre da für mich immer die Empfehlung ein Gewindefahrwerk zu verbauen. Damit ist man immer auf der sicheren Seite (kann man bei einem Verkauf ja wieder ausbauen und separat verkaufen).

Mag sein, dass du mit dem AP die 11cm einhälst - die Frage ist eben, für wie lange.


philipp.hoeff
  • Themenstarter
philipp.hoeff's Polo 86C

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten, Gewindefahrwerk wäre hier eine gute Option jedoch habe ich für den Derby nur das KW Gewindefahrwerk für 1300 Euro gefunden. Wegen dem hohen Preis war das Fahrwerk von AP (Federn+Dämpfer) interessanter.


Dann hilft wohl nur bestellen und testen...

Laut meinen Recherchen gibt es offenbar für alle Tieferlegungen nur 1 Gutachten. Und sämtliche Federn tragen die selbe Bezeichnung, unterscheiden sich aber in Windungszahl und Länge.

Und wenn man dieser Excel-Tabelle trauen darf, dann sind angeblich nur Vorderachsfedern im Set enthalten? Wie soll das denn funktionieren?

[Dieser Link ist nur für Mitglieder sichtbar



  • Gutachten sind auf der Herstellerseite auch jeweils 2 aufgeführt (aber nur eines downloadbar bzw. eines falsch verlinkt) und dort steht auch nur etwas von max. 35mm.

    Nutzt man die Fahrzeugdaten als Filter, bekommt man nur über Umwege Fahrwerke angezeigt...

    Wenn das AP/KW-Fahrwerk selbst ähnliche Qualitäten aufweisst, wie die Herstellerseite, dann gute Nacht. Ich würde da auf jedenfall vorher mal anrufen und mich beraten/aufklären lassen.


  • ich hatte im Zusammenhang mit meinem Post mal geschaut:
    bei Sportfahrwerkguenstiger.de wird für den Derby kein verstellbares Fahrwerk angeboten, was ich schon mal komisch finde, denn ansich basieren der Derby 1 und der Polo 1 auf gleicher Bodengruppe.

    Dann habe ich noch mal einen Link aus 2024, wo über das AP 60/50 hier im Forum diskutiert wurde: https://www.polotreff.de/forum/t/2...51030?op=1
    vielleicht kannst da den direkt anschreiben, sofern er es denn verbaut hat.

    Und ein letztes Wort zu dem Preis:
    bei obigen Anbieter gibt es ein HR Cup/Kit 60/40 für 481,23€. Ich denke, da steckt mehr Qualität drin und man bekommt auch Ersatzteile, wenn mal etwas kaputt ist.

    Qualität hat eben manchmal ihren Preis

    Welche Vorteile hat denn ein verstellbares Gewindefahrwerk noch?
    Man liegt doch nicht jedes Mal unter dem Auto, wenn man zum Brötchen holen fährt, um es anders einzustellen, als wenn man zur Arbeit fährt. (Entschuldige, aber Nutzen und Preis wäre abzuwägen. Das wollte ich dazu sagen, habe es aber sehr subjektiv formuliert)


    @wolfpelz

    Polo und Derby mögen die gleiche Bodengruppe haben, aber eben nicht den selben Aufbau. Der Derby ist hinten schwerer (somit ist auch die Be-/Zuladungsverteilung eine andere) Deswegen wurde damals z.B. bei "Polo 1,3T" hinten auch ein Sitzplatz gestrichen.

    Deswegen wurde der Derby gerne mal in Gutachten aussen vorgelassen.

    Die Vorteile eines Gewindefahrwerkes muss jeder für sich selbst bestimmen ... wenn du ein Show'n'Shine-/Pokaljäger-Fahrzeug hast, mit dem du auch gerne im Alltag fahren oder auf eigener Achse zu Treffen/Wettbewerben anreisen möchtest, dann macht das schon Sinn.

    Natürlich gibt es heutzutage auch Luftfahrwerke - damit opfert man aber den Großteil seines Kofferraumes bzw. muss auf 2-Sitzer umbauen/umtragen lassen.

    Zudem bietet ein Gewindefahrwerk den Vorteil, dass man je nach montierter Rad-/Reifenkombination seine Tieferlegung individuell einstellen kann (was man dann auch jeweils eintragen lassen muss). Zudem hat man nicht das Problem, dass wenn im Laufe der Jahre die Federn weich und die Dämpfer nachlassen, man nicht doch unter die vorgeschriebene Mindestbodenfreiheit rutscht.

    Außerdem wissen wir doch alle, dass "60/50 Fahrwerk" nicht bedeutet, dass der Polo/Derby auch wirklich 60/50 mm tiefer kommt. Meist ist das ja eher eine Überraschung.


    ok, die Verteilung der Achslasten konnte ich jetzt nicht auf die Schnelle googlen.
    Bei Polo 1 und Derby 1 ist die Zuladung aber identisch (415kg). Und Polo 1,3 T hat zumindest lt. seiner Angabe hier ein 85/70er H&R Fahrwerk drin, was vllt noch etwas krasser ist als ein 60/40er.
    Und ja, die Fahrwerke wirken individuell. Und sie sacken nach.
    Mein Fahrwerk hat aber in den letzten 4 Prüfungen kein TüV-Prüfer erneut auf Lichtaustrittskante hin überprüft, ebenso, ob es unter Volllast irgendwo schleift.
    Aber vllt hatte ich nur Glück mit meinen Prüfern.
    Und ich verstehe jetzt noch nicht, wie das funktioniert, wenn ich unterschiedliche Reifenkombis mit einem Gewindefahrwerk fahre. OK es wird vllt ein Mal eingetragen, auf welche Tiefe das Gewinde gedreht werden müsste, aber dann ist doch gut.



    Spielt doch keine Rolle, ob Plattform/Zuladung identisch sind - ein Polo ist nunmal ein Polo und ein Derby nunmal ein Derby. Somit müssen auch beide Fahrzeugtypen geprüft werden. Da der Derby aber schon damals nicht gerade als beliebtes Tuning-Objekt galt, sondern eher als Rentner-Fahrzeug angesehen war, wurde dieser meist auch nicht gesondert geprüft.

    Ist doch auch bei Felgen so ... in der Regel werden Felgen mit den Modell-Ausführungen der stärksten Motorisierung und höchsten Achslast getestet (und sind dann abwärtskompatibel). Deswegen gibt es auch Felgen, die z.B. explizit für den G40 nicht zugelassen sind, weil z.B. als Testfahrzeug damals nur ein 3F zur Verfügung stand (z.B. Powertech Chromstahl-Felgen). Will man diese trotzdem fahren, muss man eben etwas tiefer in die Tasche greifen (lassen sich ja schon alleine wegen der Bremse nicht verbauen).

    Deinen Prüfer interessiert es nicht, ob dein Fahrwerk abgesackt ist - Hauptsache Lichtaustrittskante/Winkel stimmen bei der Scheinwerferprüfung. Zudem verdient er ja mit Eintragungen sein Geld. Wen es aber interessiert, ist die Polizei.

    Das mit dem Gewindefahrwerk ist doch ganz einfach. Will man mehrere Rad-/Reifen-Kombinationen wahlweise fahren z.B. 175/50 R13 & 195/50 R15 hat man 3 Probleme.

    1) Mit den 175ern kommt man 1,8cm tiefer (keine Tachonagleichung nötig)
    2) Mit den 195ern kommt man 1,8cm höher (Tachoangleichung nötig)
    3) in einem der beiden Fällen ohne Gewindefahrwerk immer eine bescheidene Optik

    Möchte man beide Kombinationen fahren, muss man auch beide eintragen lassen (mit Abstand von Nabenmitte zur Kotflügelkante) mit Hinweis, dass bei der 2. Kombination die Tachoangleichung z.B. in Form eines VDO-Ausgleichgetriebes sichergestellt werden muss.


    @philipp.hoeff

    Befrag mal die Google-KI ... die wird dir klar sagen, dass du dir bei 11cm Bodenfreiheit dein 60/50-Fahrwerk aus dem Kopf schlagen kannst.


    ist die Bodenfreiheit in Österreich genau so definiert wie in Deutschland?[Dieser Link ist nur für Mitglieder sichtbar



  • Beim Polo dürfte das der Krümmer oder der MSD sein.
    Nach dem Lesen dieses Beitrages darf ich mich gleich mal outen, denn leider habe ich die nicht. Da haben sowohl der Prüfer bei der Eintragung als auch die nächsten vier TüV-Prüfer (jeweils im 2-Jahres-Rythmus) wohl mehr als nur ein Auge zugedrückt haben.
    Heisst dann wohl im Ergebnis, dass ich bei einer Kontrolle der Depp bin und löhnen darf.



  • Wie gesagt - den/die TÜV-Prüfer interessiert das nicht. TÜV/Dekra/KÜS/GTÜ verdienen mit Eintragungen in erster Linie ihr Geld. Ganz nach dem Motto "Nimm etwas ab, das nicht den Vorschriften entspricht, mit etwas Glück verdienen wir durch Polizeitkontrollen/HU-Untersuchungen doppelt und dreifach.

    Bei uns gibt es mittlerweile eine klappbare Schiene - bleibst du da hängen, weisst du direkt, dass du die HU nicht bestehen wirst.

    Das perfide an der Sache ist ja, dass der TÜV damals ja die ABE für das Fahrwerk selbst erstellt hat (oftmals mit dem Hintertürchen, dass da irgendwo bei den Auflagen steht, dass die Mindestbodenfreitheit einzuhalten ist)...

    Natürlich würde ein Prüfer niemals zugeben, dass das deren Schuld ist - da wird dann argumentiert, dass Dämpfer/Federn/Domlager/Motorlager/Auspuffaufhängungen nachgelassen haben und damals auch neue Reifen verbaut waren. Der Punkt ist aber, dass SIE das dann im Detail nachweisen müssen und nicht du.

    Meine Erfahrung ist allerdings, dass bei Kontrollen meist ein Auge zugedrückt wird und nicht auf die 110mm Bodenfreiheit bestanden wird, sondern mit den 80mm gemessen wird. Daher verstehe ich dann meist auch nicht, wenn sich die Leute trotzdem beschweren, wenn sie selbst unter den 80mm sind und dann aus dem Verkehr gezogen werden.

    Über die Vorschriften hat sich jeder Fahrzeughalter zu informieren - da gibt es keine Ausreden.


    Das kenne ich anders. Bei uns hört man von Prüfern eher ein 'Das mag zwar konform sein, aber ich traue mir das nicht zu...'


    Entweder etwas ist konform oder nicht - da gibt es keine 2 Meinungen.

    Dass heutzutage nicht mehr jeder TÜV-Prüfer alles einträgt, liegt in erster Linie an fehlender Erfahrung und daran, dass sie zur Verantwortung gezogen werden können. Und da sind es dann vor allem die jüngeren Prüfer, die eher mal eine Eintragung, weil nicht regelkonform, ablehnen, als sich ihre Zukunft zu verbauen (was ich ja auch verstehen kann).

    Wenn aber z.B. eine Fahrwerks-Eintragung wegen einer 2mm zu niedrigen Lichtaustrittskante abgelehnt wird, dann ist das einfach nur lächerlich. Schaut man sich nämlich flache Supersportwagen an, erreichen die teilweise nicht mal das Mindestmaß (da gibt es dann Ausnahme-Paragraphen, bei dem eine "in-etwa-Wirkung" völlig ausreicht) oder überschreiten Trucks (z.B. Dodge Ram) diesen Wert (1,2m) direkt.

    Noch witziger wird es, wenn man weiss, dass diese Lichtaustrittskante nur während des Stands eingehalten werden muss - sobald man fährt gilt dieser Wert nicht mehr (also genau dann wenn es um die Sicherheit geht).

    Ich liebe unsere Vorschriften-Diktatur...


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