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Wie funktioniert beim Polomotor z.B. AER die Leerlaufregelung?

Zitat:

90% der Effizienz und 80% der Leistung reichen mir schon


Das ist hoch gegriffen!



Karl-Alfred Römer
  • Themenstarter
Karl-Alfred Römer's Polo 6N

Müsste aber trotzdem machbar sein. Ich muss ja nur schauen, dass bei Vollgas die richtige Menge (stöchiometrisch) Sprit eingespritzt wird und das Kraftstoff-Luftgemisch zum richtigen Zeitpunkt gezündet wird. Auf die Vollgasanreicherung würde ich verzichten. Dadurch hätte ich etwas weniger maximale Leistung, könnte dafür aber immer mit absolutem Vollgas anfahren, ohne dass es uneffizient wird.

Mangels Motorprüfstand muss ich die Zündzeitpunkte etwas nach nach hinten verlagern, damit es nicht dauernd klopft. Oder ich müsste das Zündkennfeld irgendwie ausgelesen bekommen.

@Joey
Ich habe vor vielen Jahren mal ein Schlagzeug mit Piezos bestückt und mit deren Signal einen Drumcomputer getriggert. Diese Piezos (Reichelt für paar Cent pro Stück) konnte man als Lautsprecher oder als Mikrofon gebrauchen, je nachdem ob man die Spannung am Piezo abgenommen und verstärkt hat oder Wechselspannung drauf geschickt hat.

Ja, ich habe viel Zeit. Habe ein schlecht leidlich gehendes Computergeschäft, aber es reicht, mich über Wasser zu halten. Anstatt Unmengen von Geld habe ich halt mehr Zeit. Bevor ich bei euch Mitleid errege: Es war aber auch schon mal phasenweise umgekehrt.


Der Piezo nimmt die Drücke (schwingungen) auf und du hast sicher ein ziemliches "rauschen". Ist fürs Klopfen aber eig. "Egal" was unterhalb der Grenzlinie so passiert
Genau genommen müsstest du die doppelte Drehzahl als Hauptfrequenz bekommen (mit weiteren vielfachen überlagert), da er wenn ich mich nicht irre zweimal pro Umdrehung zünden dürfte im "Normalfall".
Klopfen erkennst du doch bestimmt dann über die Amplitude.

Kriegst schon hin; hab zwar selber ned viel Zeit aber intressiern tuts mich schon ^^
Bin also "passiv" dabei

Mach doch deine Leerlaufregelung auch erstmal "einfach" über die Drehzahl; ist er drunter öffnest du die DK ein wenig und ist er drüber dann geht die etwas zu.
Im ms-Takt (bzw. welche commandrate hast du im atmega8?) wird des schon mal grob funktionieren, jede Mechanik ist da "träger"

Kann man das Zündkennfeld nicht "selber passiv" auslesen indem man den Hallgeber (Position) und die Zündspule (ZZtpkt) synchron ausliest?
Anschließen, messung starten, motor hochdrehen und man hat sein "grobes" Kennfeld.
Von weiteren Steuergrößen (Einspritzzeiten, Lambda, anreicherung etc.) kann mans ja nachträglich regeln; wichtig ist erstmal dass du weist bei welcher Drehzahl er wie weit (zeitlich) "vorzünden" muss damit der Bock "stabil" läuft und die Drehzahl hält.

Was hast du schon bis jetzt ?



Karl-Alfred Römer
  • Themenstarter
Karl-Alfred Römer's Polo 6N

Hallo Joey!

Das mit dem Kennfeld ausmessen würde funktionieren. Aber nicht so einfach, wie in deinem Beispiel, denn nach deiner Methode hätte ich nur eine Kennlinie, also die Abhängigkeit des Zündzeitpunktes von der Drehzahl. Ich brauch aber zusätzlich noch die Abhängigkeit von der Motorlast. Man müsste also während der Motor läuft sagen wir 20 unterschiediche Kennlinien erarbeiten. Einmal im Leerlauf, dann bei bisschen belastetem Motor, dann bei etwas mehr belastetem Motor ..... und zuletzt bei Motor, der so hoch belastet ist, dass er fast abgewürgt wird. Kann sein, dass die Zündzeitpunkte dann zusätzlich noch von der Ansaugluftemperatur und Motortemp abhängig sind. Weiß ich aber noch nicht so ganz genau.

Ich bin noch an der 'Grundlagenforschung'. Also qualitative und teilweise schon quantitative Zusammenhänge am herausarbeiten. Also noch nichts konkretes gebaut oder programmiert.

Was ist eigentlich eine Commendrate? Habe ich noch nie gehört.


Imho hat man nur 3 Zustände und die werden auch nur über die Gaspedalstellung "gemessen":
Leerlauf, Teillast (Pedal ausgelenkt) und Vollast (Pedal ziemlich am Anschlag). Ändern sich auf jeden Fall 2 bits (beobachtet über OBD, genaueres müsst ich selber nochmal nachschauen).
Wenn du mehr "Last" unter Teillast hast merkt des das STG ja auch am Drehzahlabfall.
Ich denke dass die HAUPTsteuergröße für die Zündung eben die Drehzahl ist und man somit die anderen Größen für groben Motorlauf erstmal vernachlässigen kann.
Dabei ist es auch erstmal egal ob Last dran hängt oder nicht; er probiert per DK-Stellung die Drehzahl konstant zu halten.

Nicht vergessen: auch der Mensch steuert ja durch Gangwahl und Gaspedalstellung das geforderte Drehmoment grob ein; du musst ihm nur immer "rechtzeitig" zünden, was ja dann wieder über die Drehzahl geht bzw. die Winkelstellung der Kurbelwelle, die man aus der Drehzahl grob interpolieren kann.
Ferner hängt es aber nicht nur vom Winkel ab sondern auch von der Winkelgeschwindigkeit - und schon bist du wieder bei der Drehzahl ^^

Mach dir erstmal ein Kennfeld wie weit er "vorzünden" muss abhängig von der Drehzahl; dürfte dann eig. zumindest grob reichen ^^

Wenn er dann klopft (schlechter Sprit, zu scharfe Timings) dann stellst du eben den Zündpunkt um x ms nach hinten (bis er gerade nicht mehr klopft) bis zum nächsten mal Zündung aus schalten

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Commandrate, Baudrate, etc. steht alles in der Übermenge "Geschwindigkeit" (der Datenübertragung). "Bandbreite" kommt dir bekannt vor ?
Man muss für eine frequentierte messgröße mit mind. doppelter Frequenz messen, eigentlich eher noch höher.
Wenn du also deine Daten "zu langsam/träge" (zB über OBD) bekommst dann können die falsch (oder "zu spät") sein. Da kommen zwar schon berechnete Werte auf den Bus (rechenzeit vom STG beachten) aber des ganze reicht eig. eher nur zur Diagnose als zur Steuerung, weils "zu langsam" ist. Kannst ja direkt sehen im Programm wie sehr die Meßwerte hinterher hinken^^
Bei der Kühlwassertemp quasi egal, aber die Winkelstellung der Kurbelwelle zB ändert sich schnell und weicht damit ggf. massiv von OBD-Wert ab.

Oszi is da deutlich schneller (bis GHz-Bereich) und der atmega8 hat glaub ich auch i.was im MHz-Bereich (µs Bereich); per OBD bist vllt. im sekundenbereich - ganz grob faktor 10^6 lansamer
Außerdem ist Windoof kein RealtimeOS, die Signale per OBD haben (im Gegensatz zu CAN) keine Zeitstempel etc. pp.


hallo spezialisten.

ich habe einen seat arosa mit aer motor.
die drehzahl im leerlauf liegt bei etwa 650 u/min .
die drossselklappe ist neu also sauber.
kerzen, kabel, verteiler, finger lufi ist alles neu.
wie kriege ich einen höheren leerlauf ?
so läuft er im leerlauf unruhig. kein sägezahn.

noch eine frage,
ist es normal das die drehzahl beim anhalten erst bei ca 1150 u/min hängen bleibt und nach ca 5 sec auf leerlauf abfällt ?

bitte um aufklärung


Karl-Alfred Römer
  • Themenstarter
Karl-Alfred Römer's Polo 6N

Ich habe normalerweise 740 bis 760 U/min. (laut OBD) Dass die Drehzahl nach dem Anhalten nicht immer gleich auf die oben genannte abfällt ist mir auch schon öfter mal aufgefallen- ist aber nicht immer der Fall. Aber ich konnte noch keinen Zusammenhang zu irgendwas feststellen.
Ich schätze mal, dass das Steuergerät das ganz 'bewusst' macht, weil die Programmierer der Meinung waren, bei irgendeinem bestimmten Parameter bzw Parameterkombination wäre es besser, die Drehzahl etwas zu erhöhen. Habe mal gelesen, dass die Motortemperatur dazu heran gezogen wird, weil hohe Motortemperatur dünnes Öl bedeutet und dünnes Öl könnte zu geringem Öldruck führen, was dann wiederum unnötigerweise die Öldruckkontrolle ansprechen lässt. Habe keine Insiderinfos, die das beweisen, aber die Erklärung scheint mir plausibel.

Aber deine 650 U/min erscheinen mir auch etwas niedrig. Man müsste mal schauen, wie weit die Drosselklappe geöffnet ist, wenn dein Motor die 650 U/min hat. Vielleicht ist ja ein Zylinder mehr oder weniger ausgefallen was so starken Drehzahleinbruch bewirkt, dass der Leerlaufregelbereich (geht nur bis zum Drosselklappenwinkel von 13° glaube ich) nicht mehr ausreicht, das auszugleichen.


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