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Autogas Umbau bei altem Auto mit vielen kilometer, ratsam?

Es ist schon interessant, wie diese Diskussion mit Gasbetrieb teilweise intuitiv geführt wird. Es findet sich alles wieder, Vorurteile, Unwissen, Teilwissen und fundierte Erfahrungsberichte treffen voll aufeinander.
Dann will ich meinen Senf auch mal dazuschreiben:
Fahre jetzt 10 Jahre mit LPG, allerdings immer nur in Bussen. Der T4 ist sehr werthaltig und somit im gebruachten Zustand als TDI immer sehr teuer. Der Benziner dagegen besticht mit hohen Verbräuchen. LPG ist die Nische, aber günstiger als Diesel, was die wenigsten so einordnen.
Mehr als 250tkm mit Gas gefahren.
Man kann den Verbrauch von LPG micht direkt mit Benzin vergleichen!
Du benötigst immer Benzin, um auf eine Mindestbetriebstemp für Gas zu kommen, also muss dieser Anteil in den Kosten mit berücksichtigt werden! Je nach dem, ob viel Kurzstrecke oder nur Langstrecke, ist dieser Anteil sehr unterschiedlich.
Wir sind viel auf Kurzstrecken unterwegs, daher waren es beim Bus mit einer teilsequentiellen Anlage (Venturi) auch schon mal 2-3 l oder 20%
Eine teilsequentielle Anlange ist deutlich günstiger als eine vollsequentielle!
Bei der Vollsequentiellen bedarf es grundlegend eines entsprechenden STeuergerätes/Morotelektonik, da jeder Zylinder individuell optimiert versorgt wird, bei der teilsequentiellen eben nicht.
Du hast eine teilsequentielle verbaut.
Ein Flashlube bietet eine zusätzliche Schmierung, da Gas hochtemperierter und rückstandsfreier verbrennt.
Vorteil, Keine Motorverschlammungen bzw. Absetzungen im Motor, Nachteil eben schlechtere Viskosität.
Generell ist ein Gas -Auto vollgastauglich. Bin 800km von München hoch gefahren und hatte meinen V6 geprügelt, das macht der anstandslos mit.
Problematischer ist es im Zugbetrieb. Daher bietet es sich bei gewissen von der Bauweise bereits höher temperierten Motoren an, mit Flaslube zu fahren. Ich habe jetzt erstmalig bei meinem V6 die Schmierung eingesetzt, der VR 6 und der 2,5 5 Zyl vorher hatten keine.
Für einen 45 oder 55PS Polo ist das definitiv nicht notwendig.
Die Amortisation einer Gasanlage liegt bei 40 bis 50 tkm. Man sollte also sein Auto schon eine Weile behalten wollen, wenn man so etwas macht.
Steuerliche Vergünstigungen gibt es nicht - bei der Kfz-STeuer, aber die Besteuerung von LPG ist bis 2018 deutlichst günstiger als bei Benzin. Vieles deutet darauf hin, dass dies auch darüber hinaus so bleiben wird.
ZU deinem Problem mit dem Umstellen:
Die Mindesttemperatut sollte bei 30Grad liegen, um einen optmalen Zeitpunkt zum Umschalten auf Gas zu haben. Gerade im Sommer/Winterbetrieb zeigen sich dann deutliche Unterschiede. Im Winterbetrieb kann es dann zu den von dir angezeigten Problemen kommen, aber dann ist die Anlage nicht optimal/richtig eingestellt worden!
Im Fahrbetrieb hat das LPG einen leichten Leistungsverlust ggü. Benzin, aber in der Regel erst im höheren Geschwindigkeitsbereich.
Zum Verbruach noch: Ich habe mindestens 10 Polos gehabt 86c und 2F, bei meinen konnte ich einen Verbrauch von 6-9,5 l feststellen. Und dieser Unterschied liegt dann darin, dass man ihn tritt und so wie du fährst bis max 120 ist dann der untere Bereich der der erreichbar ist.



Zitat:

Ein Flashlube bietet eine zusätzliche Schmierung, da Gas hochtemperierter und rückstandsfreier verbrennt.
Für die Info sei gedankt. Denn was mich immer ein wenig von Gas ferngehalten hat war der mögliche höhere Verschleiß bei Motoren.

Tanks werden in der Regel in der Ersatzradmulde oder im Kofferraum selbst verbaut. Beim Multipla sind sie unter dem Wagen - besteht diese Option auch für andere Fahrzeuge? Weil ein Reserverad hätte man schon gern im Wagen und der Kofferraum vom Polo ist nun auch nicht gerade ein dimensionssübergreifendes Loch wo der Boden bedingt den Wolken nicht zu erkennen ist.


Tanks werden in der Reserveradmulde untergebracht, weil so hinsichtlich Verlust an Gepäckraum keine Einbußen entstehen!
Reserveräder sind in der REgel ja totes Gewicht. Wer auf so etwas nicht verzichten will, kann sich von neureren Modellen (Touran z.B.) einen KOmpressor mit Rep-Satz reinlegen.
Beim T4 ist das Reserverad außen unter dem Bus. Dort wird dann der Tank außen angebracht.
Wir hatten hier ja bereits verschiedene Größen gepostet und das das dann u.U. auch etwas heraussteht.
Alternativ gibt es auch 120l Tanks, welche hinter der Rückbank eingebaut werden können. Sieht dann aus wie eine Riesenbassrolle... und man hat dann fast null Kofferraum beim Polo---



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