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Roststellen Einstieg entfernen und lackieren

6nRaSh
  • Themenstarter

Guten Abend,

in näherer Zukunft wollte ich wohl an diversen Stellen an meinem 6n die Außenhaut vom Rost befreien. Hier und da habe ich den ein oder anderen Pickel, also relativ kleine Roststellen. Lediglich am Einstieg im Übergang zum Schweller befindet sich eine verhätnismäßig größere Roststelle, ungefähr so groß wie der Fingernagel des Daumen.

Für die kleinen Ausbesserungen habe ich mir bereits einen Lackstift und ein Lackspray in LD5D besorgt. Bin auch ein bisschen darauf bedacht, das Ganze aufgrund meines Lehrlingsolds kostentechnisch gering zu halten, natürlich bei maximalem Ertrag. Nun bin ich mir aber im großen und ganzen noch nicht so ganz schlüssig, wie ich letztenendes an die ganze Sache herangehen werde.

Für die kleinen Pickelchen habe ich mir gedacht, dass ich es erstmal mit Schleifpaste versuche die weguschleifen und anschließen einfach mit dem Lackstift die Stelle ausbessere. Den dicken Onkel am Schweller werde ich wohl damit nicht wegbekommen, da werde ich wohl kleinfähig mit der Drahtflex mein Glück versuchen.

Ich weiß nun nicht ob es besser ist den kompletten Einstieg großflächig mit Schmiergelpapier zu säubern und dann mit der Dose den Einstieg lackiere oder die Roststellen punktuell in Angriff nehme und mit dem Stift den Lack auftrage. Da ich solche Ausbesserungsarbeiten noch nie gemacht habe, kann ich auch leider nicht das Ergebnis dieser beiden Methoden beurteilen.

Meine Bedenken:

- Methode Farbstift: Man kann sehen, wo punktuell ausgebessert wurde und das verunstaltet ein wenig das Gesamtbild

- Methode Sprühdose: Sprühnebel. Mehr ist zu dem nicht zu sagen. Ich denke nicht.




Würde mich mal interessieren was ihr davon haltet. Aus der Suchfunktion bin ich leider nicht wirklich schlau geworden. Wäre sehr nett, wenn ihr einem Grünschnabel wie mir den ein oder anderen Tipp bzw. Vorgehensweise für ein ordentliches Resultat geben/stellen könntet.



Grüße,

RaSh



heyy.

also deine Methode find ich gut, aber der rost wird nächstes jahr wieder kommen. Da du mit dem schmiergelpapier und der schleifpaste nicht alles wegbekommst. Besser ist hier ein akkuschrauber mit Drahtbürstenaufsatz.

Einfach am Ende drüber lacken geht nicht. Denn es muss noch eine Grundierung drauf. Damit der Lack auch hält.

Beim sprühnebel von der dose würd ich mir nicht ganz so viele Sorgen machen. Denn du klebst ja um die Stelle ab die gelackt werden soll.

Gruss Micha

p.s. vergiss den klarlack nicht


Wenn du es halbwegs vernünftig machen willst solltest du eher so vorgehen:

1. Roststelle vom Lack befreien, dabei nicht geizen um das Ausmaß der Roststelle besser erkennen zu können. Die Roststellen sind meist größer als der durch den Lack sichtbare Bereich.
2. Roststelle ausschleifen bis das Blech so weit blank aussieht
3. Rostumwandler auftragen und mind. 12 Stunden wirken lassen
3. Rostumwandler abwaschen, trocknen und Rostschutzgrundierung auftragen
4. fein schleigen und ggf. spachteln und fillern
5. in Wagenfarbe beilackieren
6. Klarlack auftragen (am besten 2K)
7. Übergänge mit min 1200er Körnung sauberschleifen und anschließend polieren

Natürlich sind die jeweiligen Verarbeitungshinweise und Trocknungszeiten zu beachten.

Im Endeffekt sollte man so für halbwegs kleines Geld das ganze so ausbessern können, dass es nicht zu unansehnlich aussieht und in einem Jahr wieder durchkommt. Bei von außen sichtbaren Stellen solltest du aber großflächiger und nach Möglichkeit (beim 6N recht schwer) bis zu Kanten o.ä. arbeiten, um bei einem nicht 100%ig passenden Farbton keine unschönen Übergänge zu bekommen.

Wichtig bei der Geschichte im Einstiegsbereich: Nimm mal die kompletten Türdichtungen raus. Das ganze ist beim 6N leider scheinbar eine große Schwachstelle. Unter den Dichtungen sammelt sich Feuchtigkeit und fängt idR. schnell an zu rosten... hab ich bisher bei fast jedem 6N gesehen, den ich mir genauer anschauen konnte... meinen eingeschlossen.



ich kann dringend davon abraten rostschutz etc ausm baumarkt zu verwenden.alles was rot-braun rostschutz aus der dose ist taugt garnichts , lässt keinen guten lackaufbau zu und löst sich dann stellenweise ab.korrosionsschutz ist dadurch auch fürn popo.die ganze arbeit lohnt sich wirklich nur wenn man ordentliches material verwendet.
- drahtbürstenaufsatz stahl ausm baumarkt , die messing dinger taugen meist nix
-Pelox RE Rostentferner ausm www.korrosionsschutz-depot.de
-Brantho Korrux nitrofest als grundierung vom korrosionsshop-depot.de
- spachtel etc wird dabei alles vom korrosionsschutz-depot vorgegeben bzw empfohlen.

beim abschleifen ist drauf zu achten das keine "schwarzen pünktchen" mehr im material vorhanden sind , sonst kommt der rost immer und immer wieder durch.


6nRaSh
  • Themenstarter

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Ich konnte nun einige Impressionen sammeln, die mir die Vorgehensweise sicherlich einfacher machen werden. Nach näherer Betrachtung meines Einstieges würde ich nun doch dazu tendieren auf großem Schlachtfeld den Kampf gegen den Rost aufzunehmen anstatt punktuell mein Glück zu versuchen.

Bei einem krassen Farbunterschied mache ich mir keine Sorgen. Ich wollte sowieso danach den kompletten Polo einmal mit so nem Lackreiniger-Zeugs polieren, welches den Lack in seiner nahezu alten Farbe darstehen lässt und auch den ein oder anderen Kratzer im Lack ausbessert.
Allerdings weiß ich nicht, ob ich mit dem Zeugs auch die Übergänge nach dem Schleifen polieren kann.

Kann ich auch das zum Polieren verwenden?
Was ist ein guter Klarlack (Was muss er kosten?)?
Könnte ich auch als kathodischen Korrosionsschutz Zinkspray verwenden?



Grüße,

RaSh



Von Zinkspray halte ich persönlich nicht sonderlich viel, außer wenn geschweißt wird. Als Rostschutz verwende ich (wie von PolocruisinGTI bereits erwähnt) Brantho Korrux. Das ist der beste Rostschutz den ich bisher kennen gelernt habe. Die ältesten behandelten Stellen sind bei mir mittlerweile 6 Jahre rostfrei. Die Verarbeitung ist für den Laien imho nicht ganz so einfach, da es Korrux nur zum Pinseln gibt und geringe Schichtdicken so nur schwer aufzutragen sind. Man kann es verdünnt sprühen, aber das setzt natürlich vorhandenes Equipment voraus.

Gespachtelt wird bei mir mit Mipa Spachtel und als Klarlack verwende ich "Spray Max" 2K Klarlack, der liegt im Handel um die 20€ pro 400ml.

Baumarktprodukte im allgemeinen sind weniger zu empfehlen, erfüllen aber meist auch ihren zweck. Bei denen dauert es aber etwas bis man sich eine vernünftige Produktpalette zusammengestellt hat... das geht leider nur durch "trial and error".


Kann den Beiden nur zustimmen. Habe mit den genannten Produkten letztes Jahr am Schweller ein paar Roststellen entfernt und lackiert, bis jetzt alles 1a.

Zinkspray taugt nur dann was wenn der Zinkgehalt sehr hoch ist, bei den meisten Sprays aus dem Baumarkt ist der Zinkgehalt zu gering um wirklich einen Schutz zu bieten. Doch auch bei den guten Sprays wirst nicht den gleichen kathodischen Schutz hinbekommen wie beim Galvanisieren. Eine Alternative bietet das Tamponverfahren, habe ich letztes Jahr auch getestet. Ob und wie lange das hält kann ich noch nicht sagen, jedoch wird das im Oldtimer Bereich häufig genutzt oder bei Reparaturen wo die Werkszinkschicht durch einen Unfall beschädigt worden ist.


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