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Polo 6N - Erster Polo leider mit paar Problemen

Zitat:

Die "Privat" Person von dem das Auto war macht das mit seinem Bruder kaufen, Autos an (viele Polo 6n) warten die und verkaufen die weiter. Wirkte nicht komplett unseriös.


Na, das hört sich aber schon sehr nach einer gewerblichen Tätigkeit an. Wieviele Polos / Autos "verscheuert" er denn so im Jahr?

Gut, dass Deine Freundin dabei war, als Du den Simulator festgestellt hattest, egal, ob sie dafür technisches Verständnis hat. Es geht hauptsächlich um die Bezeugung, dass der Verkäufer einen lebensgefährlichen Mangel mit hoher Wahrscheinlichkeit wissentlich in Kauf genommen hat.

So etwas gehört eigentlich angezeigt. Da sollte es eigentlich keine Toleranz dabei geben.

Wie gesagt, der "private" Verkäufer soll das Auto zurücknehmen und Dir eine Entschädigung für Deine bisherigen Aufwendungen zahlen. Das wäre das Mindeste.

So ein Fahrzeug würde ich mir absolut nicht antuen. Die anderen Probleme sind ja auch keine Kleinigkeiten / sind ziemliche Fragezeichen! Wer weiss, was Du sonst noch finden wirst.

Zeigt mir wieder einmal, dass "hat TÜV" nicht ein tolles Kriterium beim Autokauf darstellt.

Jetzt gilt es, dass Du Deine Freundin davon überzeugst, dass die Rückgabe die bessere Wahl ist.

Viel Erfolg in beiderlei Hinsicht!

Ich drücke die Daumen!

Gruß
Maik

P.S.: Wie ich bereits erwähnte, ist es sicherlich sehr hilfreich, wenn Du nicht nur mit Deiner Freundin als Zeugin bei denen aufschlägst, sondern weitere Personen (sind ja zusätliche potenzielle Zeugen bei dem Abwicklungstreffen) zur Unterstützung mitnimmst.





Selbst wenn du dich darauf einlassen würdest, dass der Verkäufer das Problem auf seine Kosten beseitigt, besteht danach ein weiteres Problem...

Zunächst stellt sich die Frage, wieso das System überhaupt ein Problem hat (simpler Airbag-Steuergerätedefekt? Schwerer Unfall bei dem die Airbags-/Gurtstraffer ausgelöst haben? Kabel-/Kontakt-/Sensorprobleme?)

Als Hobbyschrauber/Werkstatt darf man zudem nicht am Airbagystem herumschrauben ohne entsprechenden Nachweis im Umgang mit Sprengmitteln.

Wenn man sich also auf eine Reparatur einlässt, dann würde ICH das nur unter einer Vorraussetzung tun. ICH wäre bei der kompletten Reparatur (ggf. mit einem Zeugen) anwesend und würde die Reparatur überwachen, denn so ein Simulator lässt sich ja nicht nur einfach an Stelle des Airbags einstecken, sondern kann ja auch an einer nicht einfach einsehbaren Stelle verbaut werden. Zudem müsste vorher nachweislich geklärt werden, wer diesen Simulator eingebaut hat...

Und falls der Kauf rückabgewickelt werden würde, würde ich bei einem Wiederverkauf mal einen Bekannten vorbeischicken, der sich den Polo für eine Testfahrt ausleiht und nachsehen, ob das Airbagsystem repariert wurde oder ob man einfach ein neues Opfer sucht (ohne auf den nun bekannten Mangel hinzuweisen).


wenn die Nuß zu hart für dich ist und du keine RS-Versicherung hast, die das übernimmt, würde ICH ev. auch € akzeptieren, mindestens was die Rep kostet in einer Fachwerkstatt. Und das andre wurde ja schon geschrieben



Ich wollte an dieser Stelle noch auf eine deiner vorherigen Fragen eingehen, die irgendwie unter ging.

Laut Aufkleber hast du den MKB: AKV
OBD-Diagnose: APQ

Soweit ich das weiss, findest du den MBK stirnseitig am Block, dort wo das Getriebe angeschraubt wird (das wissen die 6Nler aber besser - siehe Beispiel-Bilder)

Falls etwas getauscht wurde, dann vermutlich nicht der Motor, sondern das Steuergerät...

Daher solltest du erstmal nach dessen Nummer sehen und mit denen im Teilekatalog vergleichen (die vollständige Teilenummer ist beim Klick auf die Lupe einsehbar)...

[Dieser Link ist nur für Mitglieder sichtbar



  • So auf die Schnelle würde ich behaupten, dass Motor und STG nicht zusammenpassen (jedefalls wurde das APQ-STG nicht in Kombination mit dem AKV verbaut)

    AKV-STG: 030906027AC (Bosch 0 261 204 794) ersetzt durch 030997027AX

    Das wäre dann noch ein weiterer Grund, der gegen das Fahrzeug spricht.


    AKV.jpg
    AKV.jpg
    AUC.jpg
    AUC.jpg

  • Der "Airbag-Simulator" ist beim 6N seeehr sicher nur ein billigster Widerstand in einem seeehr teuer verkauften Gehäuse ... ein sehr hochadeliges Wort für einen passiv resistiven Zweipol der in der Herstellung keinen Cent kostet

    ---

    Ja, MKB auf dem Block mit dem STG vergleichen macht Sinn (und geht schnell).

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    Mal vorsichtig in den Raum geworfen: soooo viel kann man beim 6N1 jetzt nicht "verstecken" an massiven Vorschäden. Einen "Riesenwumms" (oh je, sry fürs Olafen) findet eine Werkstatt doch schneller als du das STG auslesen kannst - da sollten die Längsträger im Motorraum arg überarbeitet aussehen an der Aufnahme (und generell).
    Plus eine fingerdicke Lackschicht (mit Spachtel) findet man vrsl. auch als Laie sogar mit einem Kühlschrankmagneten.

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    Die werden sich einen abgemeldeten "lief bei mir noch problemlos" Bock geholt haben und den notdürftig hingeschustert für lau um ihn gewinnbringend (an dich) weiterzuverscherbeln.

    Ggf. kannst du mal die ganzen Nummern (STGs, Motorblock, Fzg-ID, ...) an VW weitergeben und die Fragen, ob der Bock wirklich so vom Band gelaufen ist - eine eMail kostet heutzutage ja nur noch etwas Zeit & Überwindung. Einen Versuch ists zumindest Wert.


    Die Email an VW kann er sich sparen - derartige Info's gibt es in der Regel nur gegen bares bzw. als teures Zertifikat (99,95€ + 7,50€ Versand) bei Classic Parts - dann erfährt man (nachdem man MKB und Motornummer mitgeteilt hat), ob es sich noch um den original verbauten Motor handelt.

    Die restlichen Daten des Zertifikates (und noch einiges mehr) kann man sich durch die Aufkleber/PR-Codes/FIN/etc. auch selbst erarbeiten.


    Dann kann er ja mal dem Vorbesitzer genau das Vorschlagen ... damit kann sich dieser entweder sein Gewissen "rein" kaufen wenn alle Nr. noch stimmen, oder die Schweißperlen verraten eh, dass die Karre nicht ganz 1zu1 so verkauft wurde, wie sie von der "alten Oma Scheunenfund" angekauft wurde


    Dann behauptet der Verkäufer einfach, dass er ihn selbst schon so gekauft hat, ihm diese Mängel nicht genannt wurden und er somit ja selbst betrogen wurde (Opferrolle).

    Und wie es der glückliche Zufall so möchte, gibt es keinen Kaufvertrag vom Vorbesitzer mehr, was eine Recherche meist unmöglich macht - zumal man ja selbst in der Beweislast ist, wenn man solche Behauptungen aufstellt.

    Gerade Hobbyschrauber, die regelmässig Fahrzeuge günstig aufkaufen, richten und verkaufen, haben in solchen Dingen ohnehin ihre Routine. Sich dumm/selbst als Opfer darstellen.

    Selbst wenn sich der Verkäufer hilfsbereit zeigt und z.B. einen Teil der Reparaturkosten auf sich nehmen würde, hätte er mit Sicherheit noch ordentlich daran verdient. Günstig eingekauft, "gewartet" und "TÜV-fertig" (offensichtlich mit Vitamin B) gemacht und durch Verschleierung von gravierenden Mängeln mit Gewinn verkauft (mit den Mängeln hätte man ja nicht so viel dafür bezahlt bzw. direkt die Finger gelassen) und würde man dann noch für die Reparatur (die ja garnicht nötig wäre, weil der Polo den Mangel ja eigentlich garnicht hat) bezahlen, würde man ihn ja noch teurer erwerben, als ohnehin schon und der Verkäufer ein zweites mal daran verdienen...

    Naja, egal - den TE scheint es ja ohnehin nich sooo zu interessieren (schon über 1 Woche nicht mehr vorbeigeschaut). Scheint also nicht so wichtig zu sein (bzw. wird die Freudin nicht an erster Stelle stehen)


    Für den KV kann man (wenn man Glück hat und was findet) auch den VorVorbesitzer ausfindig machen und mal anschreiben.

    Auch den letzten TÜV-Prüfer kann man mal kontaktieren bzw. die Prüforganisation direkt.

    Selbst wenn nichts "für dich" dabei raus kommt, freuen sich die ggf. trotzdem über deine Meldung.

    Und ja, für einen 1000€ Polo braucht man nicht unbedingt vor Gericht ziehen ohne RSV ... wenn sich nix sinnvolles regeln lässt, sollte man für das Lehrgeld beim nächsten Autokauf etwas besser aufpassen - kann jeden Mal erwischen.



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